Individueller Camperausbau bei Feincamper

Was kostet ein individueller Camperausbau?

Besonders beim Individualausbau ist die Kostenspanne groß und eine genaue Schätzung kann ich euch erst geben, wenn ich euer Vorhaben im Detail kennengelernt habe. Dennoch zur groben Orientierung: Die meisten Camperausbauten bei Feincamper liegen zwischen 70.000 und 100.000 € (inkl. Mehrwertsteuer, ohne Basisfahrzeug).

Im Folgenden erkläre ich euch, wie diese Kosten zustande kommen, wie sie sich zusammensetzen und von welchen Faktoren sie maßgeblich abhängen. Alle Zahlen sind nur Orientierungswerte und es gibt immer Ausreißer nach unten und nach oben.

Wie sich die Kosten für einen Camperausbau zusammensetzen

Erfahrungsgemäß teilen sich die Kosten in ca. 1/3 Materialkosten und 2/3 Arbeitskosten auf. Wenn ihr einen Kastenwagen ausbauen lasst, entstehen Materialkosten von ca. 20.000 – 35.000 €. Der Arbeitsaufwand liegt bei 100 – 200 Stunden für die Planung und die Konstruktion und bei 400 – 600 Stunden für die Fertigung. Die Arbeitsleistung macht damit die restlichen 2/3 der Gesamtsumme, ca. 50.000 – 75.000 €, aus.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten beim Camperausbau?

Materialkosten

Die Materialkosten bei einem Individualausbau variieren recht stark, weil jedes Projekt ein Unikat ist. Hier einige Beispiele, welche Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf die Materialkosten haben:

  • Größe des Fahrzeugs: ein großer Kastenwagen verschlingt mehr Material als ein kleiner Bulli.
  • Materialien: Möbeloberflächen können 10 €, aber auch 100 € pro Quadratmeter kosten. Die Spanne bei Möbelstoffen ist noch größer. Verschiedene Holzarten variieren auch stark im Preis – wohingegen Kiefernholz nur ca. 500 € kostet, liegt Olivenholz bei ca. 5.000 € pro Kubikmeter.
  • Autarkie: Jeden Tag Autarkie bezahlt man mit mehr Batteriekapazität, mehr Solarleistung oder stärkeren Ladegeräten. Eine große Elektrik, die auch über mehrere Tage 230V, zum Beispiel zum Induktionskochen, liefern kann, kostet deutlich mehr Geld als eine einfache 12V-Elektrik, die nur Kleinverbraucher versorgen muss.
  • Elektronik: Einfache Lichtschalter oder eine zentrale Campersteuerung, mit der ihr auch aus der Ferne alles im Blick habt? Auch hier gibt es eine Spanne von ca. 300 bis 3.000 €.
  • Nasszelle: Wenn ihr im Fahrzeug duschen wollt, muss eine Nasszelle gebaut werden. Gegebenenfalls muss hier eine Duschwanne angefertigt werden, alles muss dicht sein und wahrscheinlich gibt es dann auch eine Warmwasserbereitung. All das kostet deutlich mehr, als wenn an Stelle der Nasszelle nur ein weiterer Schrank oder eine längere Küchenzeile gestanden hätte.
  • Wintertauglichkeit: Um ein Fahrzeug wirklich wintertauglich zu machen, braucht es nicht nur eine zuverlässige Heizung und eine gut gedämmte Karosserie. Gerade bei der Wasserver- und -entsorgung entsteht ein erheblicher Mehraufwand, um sicherzustellen, dass nichts einfriert.
  • Anbauteile: Trittstufen, Markise, Dachträger, Heckträger – jeder dieser Posten schlägt sich in den Kosten durch vierstellige Beträge nieder.

Natürlich ist diese Liste nur eine kleine Auswahl, um euch zu veranschaulichen, wie sich die Unterschiede ergeben und warum man beim Individualausbau zunächst nur eine sehr grobe Orientierung geben kann.

Arbeitskosten

Geht mehr Material in das Fahrzeug, ist das in der Regel auch mit mehr Arbeitsaufwand verbunden. Deshalb funktioniert die Daumenregel 1/3 Material zu 2/3 Arbeitskosten in der Regel ganz gut. Aber auch hier gibt es einige Aspekte, an die man nicht unbedingt gleich denken würde.

  • Größe des Fahrzeugs: Wie bei den Materialkosten gilt auch hier, dass es in größeren Fahrzeugen meist mehr zu tun gibt als in kleineren.
  • Oberflächen: Manche Oberflächen kommen fertig vom Hersteller auf die Multiplexplatte aufgepresst – es bleibt nur noch die Schutzfolie abzuziehen. Andere Oberflächen werden mit der Vakuumpresse selbst aufgeleimt, geschliffen, gewässert, wieder geschliffen, geölt, geschliffen, geölt...
  • Formen: Runde Formen sind aufwendiger als eckige. Während bei einer Ecke nur zwei Teile miteinander verbunden werden, stecken in Rundungen viele Arbeitsschritte, je nachdem, wie und aus welchem Material sie gebaut werden.
  • Massivholzelemente: Während Plattenmaterial fast fertig daherkommt, braucht es einige Schritte, bis ein rohes Schnittholz vom Holzhändler zu einem schönen Möbelelement geworden ist.
  • Ungewöhnliche Details: Gerade im Individualausbau gibt es immer wieder besondere Anforderungen, die man nicht jeden Tag umsetzt. Das ist eine wunderbare Herausforderung, aber eben auch mit Entwicklungsarbeit verbunden.

Wie viel kostet euer Individualausbau?

Gerne gebe ich euch eine grobe Kostenschätzung für euer Projekt. Wie ihr euch inzwischen denken könnt, brauche ich dafür erstmal einiges an Informationen von euch. Deshalb empfehle ich euch, einen unverbindlichen Beratungstermin zu buchen oder den Fragebogen zum Individualausbau auszufüllen. Beides findet ihr auf der Kontaktseite.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet ein individueller Camperausbau?

Da das von vielen Faktoren abhängt, kann man pauschal nur eine sehr grobe Orientierung geben: Die meisten Ausbauten bei Feincamper liegen zwischen 70.000 und 100.000 € (inkl. Mwst., ohne Basisfahrzeug).

Wieso ist ein individueller Camperausbau so teuer?

Einen Camper individuell ausbauen zu lassen, entspricht in etwa dem, sich eine hochwertige Küche von der kleinen Tischlerei auf Maß fertigen zu lassen. Ein Individualausbau ist ein Einmalprojekt und damit mit hohen Planungs-, Konstruktions- und Fertigungskosten verbunden.

Übernehmt ihr auch nur den Innenausbau, wenn ich die Vorbereitung selber mache?

Nein, ich fertige ausschließlich Komplettausbauten. Ich habe einen hohen Anspruch an meine Arbeit, und meist ist an dem Sprichwort leider etwas dran, dass mehrere Köche den Brei verderben.

Kann ich beim Ausbau mithelfen?

Grundsätzlich mache ich das sehr gerne, wenn es sich logistisch organisieren lässt. Allerdings solltet ihr euch davon keine Kostenersparnis versprechen, da sich mein Aufwand dadurch meist nicht verringert.

Kann ich Material selber mitbringen?

Nein, in der Regel macht das auch aus Kostensicht überhaupt keinen Sinn, da ich euch für das Material nicht mehr berechne, als was ihr dafür ausgeben würdet. Natürlich gibt es Ausnahmen: Zum Beispiel hat mir ein Kunde mal Schnittholz gebracht, das von einem Baum aus dem eigenen Garten stammte.

Camperausbau anfragen

Bucht einen unverbindlichen Beratungstermin oder nutzt den Fragebogen zum Camperausbau, um euer individuelles Projekt auf den Weg zu bringen!